Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

IT-Abteilungen beklagen Personalengpässe


IT-Fachkräftemangel hausgemacht? Vermehrt werden IT-Serviceleistungen von externen Anbietern in Anspruch genommen
Der IT-Fachkräftemangel bleibt nicht ohne Folgen und hinterlässt in den Unternehmen Spuren

(27.08.14) - Um Personalkosten einzusparen, werden häufig in den Unternehmen freie Stellen nicht neu ausgeschrieben und Planstellen in der IT-Abteilung gestrichen. Unternehmen wirken den so erzeugten Personalengpässen entgegen, in dem sie vermehrt IT-Serviceleistungen von externen Anbietern in Anspruch nehmen, um geplante Projekte dennoch durchzuführen und Mitarbeiter entlasten zu können. Das ergab eine von techconsult im Auftrag von HP durchgeführte Studie, bei der 300 IT-Verantwortliche in Unternehmen mit 200 bis 5000 Mitarbeitern befragt wurden.

Die Mehrheit der befragten IT-Leiter hat einen größeren Bedarf an IT-Personal als ihnen derzeit zur Verfügung steht. In gut jedem zweiten Unternehmen fehlen von Zeit zu Zeit IT-Fachkräfte. Ein Viertel der befragten Unternehmen kann technische Herausforderungen auf Grund fehlenden Personals nicht umsetzen. Weitere acht Prozent leiden unter einer permanenten Unterbesetzung, hiervon sind vor allem die größeren Unternehmen betroffen. Fachkräfte fehlen vor allem im Kerngeschäft, der IT/TK-Administration (67 Prozent). In nahezu jedem zweiten Unternehmen fehlt es an Projektmanagern (49 Prozent) und Softwareentwicklern (40 Prozent).

Der IT-Fachkräftemangel bleibt nicht ohne Folgen und hinterlässt in den Unternehmen Spuren: 68 Prozent der Unternehmen gaben an, dass von ihrer IT-Belegschaft eine Vielzahl von Überstunden zu leisten sei. Projekte blieben liegen bzw. müssten geschoben werden (56 Prozent). Fehlende Personalressourcen wirken sich letztendlich auch auf die Arbeitsqualität aus, Qualitätsmängel gaben 38 Prozent der IT-Verantwortlichen an. In jedem fünften Unternehmen werden Projekte auf Grund von Personalmangel sogar ganz und gar gestrichen.

Die Ursache für den "IT-Fachkräftemangel" liegt nicht in erster Linie an fehlenden Fachkräften, sondern an nicht vorhandenen Planstellen bzw. an fehlenden Budgets. Offene Stellen werden von den Unternehmen gar nicht erst ausgeschrieben, sondern meist aus Kostengründen eingespart oder weg rationalisiert. Innerhalb der Branchen sind insbesondere der Handel und die Öffentlichen Verwaltungen hiervon betroffen. In überdurchschnittlich vielen Großunternehmen werden Stellen in der IT-Abteilung durch Umstrukturierungen und Auslagerungen wegrationalisiert.

Nur 15 Prozent der IT-Verantwortlichen erwarten zukünftig eine Verbesserung ihrer IT-Fachkräftesituation. Die Mehrheit (63 Prozent) ist der Meinung, dass sich die Personalsituation nicht verändern wird, eine weitere Verschlechterung wird sogar von 22 Prozent der Unternehmen befürchtet. Begründet wird dies mit zu geringen Gehältern, Personalrestriktion bzw. Einstellungsstopp, mangelnder Qualifikation der Arbeitskräfte und zu schnell wachsenden technischen Anforderungen. "Unternehmen werden also zukünftig mehr denn je gezwungen sein, eine alternative Lösung zu finden: Können die Aufgaben und Projekte in der IT-Abteilung nicht durch internes Personal abgedeckt werden, müssen externe IT-Dienstleister ins Boot geholt werden", so Verena Bunk, Analyst bei techconsult.

IT-Dienstleister – Helfer in der "Not"
Um das Fachkräfte-Problem in den Griff zu bekommen, suchen 18 Prozent der Unternehmen die Nähe zu Hochschulen und Universitäten und eine engere Kooperation mit ihnen. Jedes zehnte Unternehmen trifft Vorsorge und bildet Fachkräfte selbst aus bzw. stellt Praktikantenplätze zur Verfügung, hier sind vor allem Großunternehmen mit 5000 und mehr Mitarbeitern Vorbild.

Aus Sicht der befragten Unternehmen sind nach wie vor die herkömmlichen Methoden zur Personalrekrutierung, wie Anzeigen in Jobbörsen und Tageszeitungen sowie die Schaffung und Bindung von Fachkräften über Ausbildungsplätze und Praktika, noch immer die erfolgreichsten Methoden zur Personalgewinnung.

Neben diesen Maßnahmen spielen jedoch IT-Dienstleister eine immer größere Rolle. Bereits heute arbeiten 34 Prozent der Unternehmen mit einem externen IT-Dienstleister zusammen, der das Administrieren der IT-Infrastruktur übernimmt. 33 Prozent gaben an, zukünftig externe Dienstleister zur Verwaltung ihrer IT-/TK-Infrastruktur in Anspruch nehmen zu wollen. Aktuell haben 15 Prozent der Unternehmen bereits Teile ihrer IT-Infrastruktur an einen Dienstleister komplett ausgelagert, zukünftig kommen einige mehr hinzu. "Somit dürften in naher Zukunft vor allem IT-/TK-Support Anbieter mit einer steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen rechnen", so Verena Bunk.

Die Studie zur IT-Fachkräftesituation wurde im Auftrag von HP durchgeführt. In der Studie wurden 300 IT-Verantwortliche in Unternehmen mit 200 bis 5000 Mitarbeitern zu ihrer Personalsituation befragt.
(techconsult: ra)

Sophos: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser PMK-Verlags-Newsletter
Ihr PMK-Verlags-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • Herausforderung im Datenmanagement

    Informatica veröffentlicht ihre jährlich erscheinende Studie "CDO Insights 2025": 600 Datenverantwortliche aus weltweit agierenden Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Umsatz verraten ihre Einschätzungen zu den Erfolgen und Misserfolgen bei der Einführung generativer KI und der Erstellung vertrauenswürdiger, hochwertiger Daten.

  • KI als Schlüssel zu mehr Erfolg

    Laut der neuen Umfrage "AI at Workplace Report" von Freshworks wünschen sich 92 Prozent der Arbeitnehmer weltweit, zumindest einen Teil ihrer täglichen Aufgaben an künstliche Intelligenz (KI) abzugeben. In Deutschland zeigt sich ein ähnlicher Trend: 42 Prozent der Arbeitnehmer würden ihre aktuelle Stelle gegen einen Arbeitsplatz tauschen, an dem KI effektiver eingesetzt wird.

  • Von der Multi- zur Polycloud

    Im Geschäft mit hybriden Cloud-Lösungen verlieren die großen globalen Systemintegratoren vermehrt Kunden an mittelständische Anbieter. Diese können wegen der geringeren Gemeinkosten wettbewerbsfähigere Preise anbieten und sind bei der Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen agiler. Darüber hinaus haben sie gelernt, schneller innovative technologische Lösungen für individuelle Kundenprobleme zu erstellen.

  • KI ist in ihrem Kern datengetrieben

    Durch den Boom Künstlicher Intelligenz verändert sich das Anforderungsprofil von Datenbanken in einer nie zuvor erlebten Geschwindigkeit. 2025 kommt eine Reihe neuer Herausforderungen dazu. Couchbase erklärt die wichtigsten Datenbank-Trends für dieses Jahr.

  • Besseres Verständnis von KI

    Laut dem neuen "AI Workplace Report" von Freshworks, Anbieterin von Unternehmenssoftware, würden fast 42 Prozent der deutschen Arbeitnehmer ihren derzeitigen Arbeitsplatz gegen eine Stelle tauschen, an der KI effektiver eingesetzt wird. 30 Prozent der deutschen Arbeitnehmer geben an, dass sie durch die Nutzung von KI bereits eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung erhalten haben.

  • Unit4: ERP-Prognosen für 2025

    Um KI-Support gab es dieses Jahr viel Aufruhr. Wir müssen jedoch genau beobachten, wie diese Technologie im kommenden Jahr umgesetzt wird. Erst dann wissen wir, ob der Hype berechtigt war oder nicht. Kleine gesichtslose Applets gibt es schon seit Längerem, bei denen APIs die Workflows automatisieren. Mich würde interessieren, inwiefern sich der KI-Support von diesem Prinzip unterscheidet.

  • Rechenzentren haben eine zentrale Bedeutung

    Nutanix, Spezialistin für hybrides Multicloud-Computing, hat die Ergebnisse einer neuen Studie über nachhaltigere Rechenzentren vorgestellt. Der Bericht von Atlantic Ventures "Improving Sustainability in Data Centers 2024" fördert das Potenzial zu Tage, das moderne Rechenzentrumsarchitekturen, einschließlich Hybrid-Cloud- und hyperkonvergenter Infrastrukturen (HCI), für die EMEA-Region bereithalten, um den Energieverbrauch zu senken, CO2-Emissionen zu reduzieren und Kosten zu sparen.

  • Absicherung mit einer Berufshaftpflicht

    IT-Dienstleister zeichnen sich insgesamt durch ein hohes Risikobewusstsein aus - das zeigt die diesjährige IT-Umfrage des Spezialversicherers Hiscox. Insbesondere kleine IT-Dienstleister mit 20 bis 99 Mitarbeitenden sind im Vergleich zu größeren Unternehmen stark für potenzielle Schäden durch Programmierfehler (76 Prozent) sensibilisiert.

  • Sichere Cloud bringt Vertrauen der Kunden

    A1 Digital, Expertin für Digitalisierung, präsentiert gemeinsam mit Foundry, Teil der IDG (International Data Group), die Ergebnisse einer Studie zur Sovereign Cloud. Eine erste Bilanz zeigt, dass nur rund ein Fünftel eine Sovereign Cloud aktiv nutzen.

  • Studie: Deutschland hat Nachholbedarf bei KI

    Qlik hat ihre Studie "Build or Buy" vorgestellt. Insgesamt wurden dafür 4.200 C-Suite-Führungskräfte und KI-Entscheider in 18 Ländern zu ihrer Einschätzung befragt, was den KI-Fortschritt behindert und wie diese Hindernisse überwunden werden können.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen